Wind- Wasserturm

Urban Mela

Section AA_BB, Position Plan
 

 Urban Mela

Wind- Wasserturm

2016 Michamvi, Sansibar, Tansania

Neubau einer Wassertankstelle, kombiniert mit einem 10 m hohen Windfangturm als zentrales Dorfobjekt. Die Installation besteht aus lokal verfügbaren Baumaterialien wie Steinen, Metall, Beton und Holzstangen. Für den windgekühlten, 28 qm großen Aufenthaltsraum im Erdgeschoss wurde dazu ein alter, 7 m langer und 4 m breiter, offengelassener Wassertank aus Bruchsteinen umgebaut. Für die Öffnung an den 4 Seiten wurden die Wände herausgenommen und aus dem Bauschutt eine “Recycling-Sitz-Installation“ vor dem Turm installiert. Der Steinschutt wurde dazu in 7 Gabionen geschichtet, ein Teil der Gabionen an den Oberseiten mit Mörtel geglättet. Zusammen mit den umlaufenden Sitzstufen des Turms entstand so auch eine Tribüne für das angrenzende Fussballfeld. In Ergänzung mit Windrad und Solarpaneele können Kleingeräte geladen werden. Auf dem 10 m hohen und 3 m breiten Turm sitzt ein Trichter (in Form einer umgedrehten Pyramide), der den Wind, nach dem Prinzip traditioneller Windfangtürme, - durch den doppelwandigen Wellblechzylinder in den ehemaligen Zisternenraum leitet und so einen natürlich klimatisierten, verschatteten und wasserspendenden Raum schafft. Für die Wasserversorgung stehen zentral im Turm zwei Wassertanks à 4000 Liter übereinander. Im zweiten Tank kann das Regenwasser vom Dach als Brauchwasser gesammelt werden. In den meisten Städten in Sansibar wird das Wasser aus Brunnen geschöpft - meist verunreinigt und versalzt. Als Teil eines Pilotprojekts wird in Michamvi gereinigtes und entsalztes Trinkwasser von einem 10 km entfernten Brunnen durch Rohrleitungen in einen der Tanks gepumpt.

Partner:
Das Public Private Partnership Projekt der GIZ wurde in Kooperation mit deutschen Firmen und der ZAWA, dem örtlichen Wasserversorger, umgesetzt.
Gabionen und Förderung durch Maccaferri Italien und Südafrika. 

Wind- Wasserturm | Video

  
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Mitarbeit:
Technik Windfang Turm : Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen, Prof. Thomas Auer, Technische Universität München unter Mitarbeit von Elisabeth Endres und Daniele Santucci
Projektleitung und technische Umsetzung vor Ort: Christoph Helf
Beratung Projektentwicklung: Andreas Zeiselmair
Tragwerksplanung: Jonas Schikore

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